„Made in China“ - das war lange Zeit ein Synonym für die bloße Weiterverarbeitung von Materialien. Dass China einst 800 Millionen Hemden exportieren musste, um ein Flugzeug aus dem Ausland zu importieren, bleibt der Fertigungsindustrie der Volksrepublik noch immer in schmerzhafter Erinnerung. Doch dank der wirtschaftlichen Transformation des Landes und der neuen Innovationsoffensive der Regierung hat sich das Bild geändert. Ob Chinas Hochgeschwindigkeitszüge, seine Kernkraft-Projekte oder chinesische Smartphones –
allesamt feierten sie auf dem Weltmarkt in den letzten Jahren große Erfolge. „Made in China“ - das steht heute nicht mehr nur für die Werkbank der Welt, sondern neuerdings auch für intelligente und innovative Qualitätsprodukte. Doch wie kann es der chinesischen Fertigungsindustrie auch unter dem momentanen Druck des wirtschaftlichen Abschwungs gelingen, ihren Fokus auch in Zukunft auf das obere Ende der Wertschöpfungskette zu richten? Können in den nächsten Jahren noch mehr Marken- und Qualitätsprodukte „Made in China“ hergestellt werden? Antworten auf diese Fragen finden sich in dem Mitte März verabschiedeten 13. Fünfjahresplans für die Jahre 2016 bis 2020. In dem Dokument hat die KP Chinas ihre Marschroute für Chinas industrielle Entwicklung und Transformation der kommenden fünf Jahre festgelegt, einschließlich der Reform der heimischen Fertigungsindustrie.
Innovation als Wachstumsmotor
Der chinesische Computer-Hersteller Lenovo, auch Inhaber der Marke Motorola, hat für 2016 angekündigt, seine Smartphone-Produktion in Indien auf zehn Millionen Geräte zu erhöhen. Damit schickt sich das chinesische Unternehmen an, der zweitgrößte Smartphone-Hersteller dieses Landes zu werden. Die Firma Huawei, ebenfalls einer der größten Smartphone-Hersteller der Volksrepublik, lieferte im vergangen Jahr bereits mehr als 100 Millionen Smartphones weltweit aus. Zusammen mit Samsung und Apple rangiert das Unternehmen mit seinem Marktanteil damit weltweit unter den Top 3.

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